Jungdemokraten/Junge Linke Hessen e.V. - radikaldemokratisch, emanzipatorisch, parteiunabhängig.
Mitmachen. Debatten. Seminare.
Drogenpolitik
Drugs? Just say how!

Eine Veranstaltung von Jungdemokraten/Junge Linke Hessen. Zeit: 20. Dezember, 13:30. Ort: Faites votre jeu!, Klapperfeldstr. 5 in Frankfurt.

ProduzentInnen, KonsumentInnen und DealerInnen - Wir alle sind der tagtäglichen Kriminalisierung und Verfolgung ausgesetzt: Beschaffungskriminalität, Junkie-Jogging und Pathologisierung. Das Verständnis von Drogen ist in unserer Gesellschaft stark vorgezeichnet. Konnotiert werden sie mit Sucht, Leistung-/Realitätsflucht und körperlichen wie geistigen Verfall. Trotz zahlreicher Studien die sich gegen die repressive Drogenpolitik aussprechen ist dieser Umgang mit Drogen noch immer Realität. Die Hegemonialmeinung ist die eines abszinenzorientierten Lebensverständnis – es geht nicht darum reflektiert und kontrolliert, sondern gar nicht zu konsumieren.

Damit zusammen hängt die präventive Drogenpolitik. Kampagnen wie "Keine Macht den Drogen" klären weniger über Drogen und ihre Wirkung auf, sondern versuchen abzuschrecken. Anstatt einen selbstbestimmten Umgang mit ihnen zu ermöglichen, werden Drogen verteufelt und in eine Reihe mit "Ersatzbefriedigung", "Gewalt" und "volkswirtschaftlichen Schaden" gestellt. Die freie Entscheidung über den eigenen Körper ist nicht relevant - gesellschaftliche Fremdbestimmung jedoch ein unantastbarer Standard.

Es gilt sich von den vorgefertigten Urteilen frei zu machen und die vorherrschenden Definitionen in Frage zu stellen. Die Bestimmung von Drogen und ihre Abgrenzung zu Medikamenten, die stetige Ausweitung des Suchtbegriffes (Sexsucht, Kaufsucht, Computersucht ...), die Stigmatisierung von KonsumentInnen - die Drogenverbote allgemein. Wer also kein Bock mehr hat sich dem alltäglichen Geschwätz zum Rauchen, Saufen, Kiffen, Schniefen, Fixen, Schlucken ausgesetzt zu sehen, der/die sollte hierher kommen und sich den Kopf frei und voll machen.

Im Anschluss an die Veranstaltung wollen wir einen Drogenkonsumraum in Frankfurt besichtigen.

Anmeldungen an info@jungdemokratenhessen.de.

Wirtschaftsdemokratie
Wirtschaftsdemokratie in der Krise?! Zur Aktualität eines radikalreformerischen Konzepts.

Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Michael Krätke, Uni Lancaster und Dr. Joachim Beerhorst, IG Metall am Freitag, dem 20. November 2009, 19:30 Uhr im Café Kommunikationszentrum (KoZ) im Studierendenhaus, Uni-Campus Bockenheim, Frankfurt am Main.

Es ist nicht einsichtig, wieso wir in demokratischen Gesellschaften einen Großteil der Zeit in politisch kaum beeinflussbaren, vielfach entmündigenden Verhältnissen arbeiten sollten. Doch die Kritik kapitalistischer Verhältnisse bleibt häufig entweder rein negativ, oder in obskuren Idealen von Verteilungsgerechtigkeit befangen. Der Kerngedanke wirtschaftsdemokratischer Politiken ist dagegen, dass eine Demokratisierung der privaten Verfügungsgewalt über Produktions- und Investitionsmittel erstritten werden muss. Gemeinsam ist diesen Ansätzen allerdings keine Blaupause einer idealen Gesellschaft, sondern vielmehr eine radikalreformerische Perspektive, in die sich verschiedene Kämpfe um die Ausweitung demokratischer Kontrolle über betriebliche, arbeitsrechtliche und makroökonomische Entscheidungsprozesse einschreiben. Der Übergang von einer kapitalistischen zu einer sozialistischen Wirtschaftsweise verweist darin nicht mehr auf ein utopisches Jenseits, sondern auf die gemeinsame Fluchtlinie der im Aktuellen ansetzenden Kämpfe um eine vermehrte demokratische Verfügungsgewalt über den Prozess des Wirtschaftens.

In der emanzpatorischen linken Bewegung in West- und Osteuropa hat das wirtschaftsdemokratische Denken eine lange, theoretisch und praktisch einflussreiche Tradition. Wirtschaftsdemokratie stellte in der sozialistischen ArbeiterInnen- und Gewerkschaftsbewegung der Weimarer Republik eine relevante politische kapitalismuskritische Perspektive dar; während des Prager Frühlings wurden wirtschaftsdemokratische Konzepte gegen den autoritär-planwirtschaftlichen Sowjetkommunismus in Anschlag gebracht und waren ein zentraler Bezugspunkt reformerischer Politik für einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz. Auch in die West-Linke dieser Zeit hatte Wirtschaftsdemokratie eine große Ausstrahlungskraft.

In den letzten Jahren spielten wirtschaftsdemokratische Ideen – auch in linken Diskussionen – jedoch eine eher randständige Rolle. Erklärungsansätze für diese Krise wirtschaftsdemokratischen Denkens gibt es einige. So gerieten mit dem Siegeszug neo- und wirtschaftsliberaler Überzeugungen auf fast alle etablierten Parteien emanzipatorische sozialistische Transformationsvorstellungen insgesamt in Bedrängnis – in der Tagespolitik scheinen wirtschaftsdemokratische Vorstellungen nurmehr in der Utopismusecke einen Platz zu haben. Mit der ökonomischen Globalisierung und der damit bewirkten relativen Schwächung der politischen Regulationsinstanzen konnten auch offensivere wirtschaftsdemokratische Forderungen schwerer adressiert werden. Nichtsdestotrotz wird in jüngster Zeit - im Zuge der aktuellen Wirtschaftskrise - v.a. in linken Medien wieder häufiger auf "Wirtschaftsdemokratie" Bezug genommen. In der wissenschaftlichen Literatur findet die Auseinandersetzung mit dem Thema schon seit längerem wieder statt.

Im Rahmen der Veranstaltung werden die Referenten einen kurzen Überblick über die historische und konzeptuelle Entwicklung wirtschaftsdemokratischen Denkens geben. Da sich beide Referenten nicht nur theoretisch mit Wirtschaftsdemokratie beschäftigen, sondern auch eine praktisch-politisch Perspektive einnehmen, möchten wir uns im Anschluss daran der Frage zuwenden, inwieweit wirtschaftsdemokratisches Denken konkrete Ansätze bereit hält, die insbesondere angesichts der aktuellen (ökonomischen) Krise des neoliberalen Kapitalismus eine demokratische, emanzipatorische und autoritätskritische Perspektive eröffnen.

Eine Veranstaltung von Jungdemokraten/Junge Linke Hessen unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Wirtschaftdemokratie
Seminar "democratize your economy"
Wochenendeseminar vom 26. bis 28. Juni 2009 / Neu Anspach

Dass Kapitalismus irgendwie stinkt, ist so ziemlich jedem und jeder Linken klar. Die gedachte L�sung aller Probleme lautet h�ufig: Planwirtschaft statt Marktwirtschaft - denn Kapitalismus, das ist irgendwie Markt und das andere muss dann wohl der Plan sein. Doch bei n�herer Betrachtung stellt sich das nicht so einfach dar, wie es scheint ... weitere Infos


Bildungspolitik
Tagesveranstaltung Reclaim your Bildung, 16. Juni, ab 13 Uhr, Frankfurt, Studierendenhaus Bockenheim

Vom 15.-19. Juni 2009 findet deutschland weit der dezentrale 'Bildungsstreik 2009' (www.bs.risioko09.de) statt. Dazu bieten Jungdemokraten/ Junge Linke Hessen mit anderen Organisationen einen Tag lang verschiedene Workshops in Frankfurt an. Von Bildungspolitik und �berwachung bis hin zu Geschlechterverh�ltnissen werden wir kritische Debatten f�hren. Unabh�ngig von Schule und Universit�t wollen wir gemeinsam Inhalte erarbeiten ohne uns von Leistungsdruck, Pflichtveranstaltung und Autorit�ten den Spass nehmen zu lassen.

Von 13 Uhr bis 19 Uhr werden auf den Universit�tscampus Bockenheim (zentraler Treffpunkt Studierendenhaus) an verschiedenen Orten die Workshops stattfinden. F�r Essen ist gesorgt, abends lassen wir den Tag bei Bier und Musik auslaufen um auch das Nachtleben zu erobern.




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